Die Gleichheit als Grundwert Europas im Spiegel der Schule von Salamanca
Univ.-Prof. Dr. Tilmann Repgen
hält an der Universität Hamburg den Lehrstuhl für deutsche Rechtsgeschichte, Neuere Privatrechts-geschichte und Bürgerliches Recht. Seit 2010 Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft. Habilitation zur sozialen Aufgabe des Privatrechts während der Industriellen Revolution am Ende des 19. Jhdt. Zahlreiche Publikationen zur Schule von Salamanca, rezent auch zu „Staat und Erziehung“, sowie zu „Bildung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Ideologie“. Als Rechtshistoriker erläuterte er die Entwicklung der Menschenrechte von der Antike bis heute. Sein plausibler Fokus lag auf der iberischen Landnahme in Mittel- und Südamerika, zwecks Gewinnung von Bodenschätzen, was zur Unterdrückung der indigenen Bevölkerung führte. Dementgegen argumentierten Mitte des 16. Jhdt. die Philosophen und Theologen der sog. ´Schule von Salamanca´, welche die Gleichheit aller Menschen als Gerechtigkeitsfrage diskutierten und, mit Unterstützung von Königin Isabella I. als allgemeines Grundrecht gegen die Sklaverei und Ausbeuterei, anerkannt bekamen.