Die Gnadenlehre in Bezug zur wachsenden Christenverfolgung
P. Mag. Josef Herget, CM
Als Lazaristen-Pater wirkte Herget jahrelang als Missionar in Anatolien, Türkei und als Seelsorger auch für Perser; er betreibt in Mariazell das St. Justinus Institut der Erstverkündigung und kirchlichen Integration, wo er Laien-Katechisten u.a. ausführlich über den Islam aufklärt. P. Herget spricht auch über die Glaubensverkündigung an Andersgläubige und über das große Interesse von Muslimen am Wesen des christlichen Glaubens. Unterstützt von seinem Adlatus, P. Axel Lainer CM, warnten die beiden vor der systematischen Unterwanderung, der raschen Islamisierung Europas. Der Islam kenne nur Gläubige und Ungläubige (Kafirs) und strebe die Weltherrschaft an. Die Inkompatibilität beider Religionen (Christentum und Islam), seien schon von ihren Ansätzen her, offenkundig. Das zeige sich in den völlig gegensätzlichen Gottesbildern. Die Gottesebenbildlichkeit, wodurch uns die einzigartige Menschenwürde geschenkt wird, ist im Islam undenkbar, ja sogar verboten. Sie wird im Koran als Fälschung der, wieder zu errichtenden ´Religion Adams´ gebrandmarkt. In konstitutiv asozialer Eigenverantwortlichkeit handelt der Muslim nur für sich selbst, muss Allah lebenslang gehorsam dienen und darf Allah nicht lieben, sondern nur anbeten. Wem und wofür Allah sein angepriesenes Erbarmen zuteilwerden lässt, ist nicht vorhersehbar. Von der biblischen Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen ist im Islam keine Rede, ebenso wenig vom Gottesbild der Dreifaltigkeit und von der persönliche Ansprache des Herrn mit „Lieber Gott“.
Problematisch sei deshalb die im Koran vorgeschriebene Verfolgung der von ihnen als Ungläubige bezeichneten Juden und Christen. Leider werde es im total säkularisierten Europa immer schwerer, den wahren Glauben zu verkündigen, weshalb grundlegende Wesensmerkmale und Elemente der christlichen Religion heute nicht mehr bekannt seien, was zur Schwächung des christlichen Europas, seiner Kirchen und Kultur geführt habe. Dies sei in Bezug zur Einigung Europas von großer Aktualität.
Das egalitaristisch tolerante Religionsverständnis „Sowohl-als-auch“ ist zwischen Christentum und Islam nicht angebracht; vielmehr gilt ein bewusstes, gegenseitig respektiertes „Entweder/oder“. Dennoch empfahlen die Patres den ungezwungenen Versuch des freundschaftlichen Dialogs mit einzelnen Muslimen im kleinen Bereich, sowie die Lektüre des Korans und der Bibel, um die grund-legenden Unverträglichkeiten besser zu verstehen und dagegen effektiv argumentieren zu können.